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Pressemitteilungen

Champagne-Lese 2017: Erste Bilanz

Das Weinbaujahr 2017

Das Weinbaujahr in der Champagne beginnt im Frühjahr mit Frostnächten. Auf 23 Prozent der Rebfläche werden die Knospen zerstört. Von Mitte Mai bis Ende Juli folgt eine hochsommerliche Wetterlage mit viel Sonnenschein und Hitzerekorden in zahlreichen Regionen. Bis Ende Juli sind die Weinberge trotz eines Wasserdefizits in einem bemerkenswert gesunden Zustand. Ab Anfang August ändert sich die Wetterlage: Die Champagne ist von vielen Gewittern betroffen, die örtlich von Hagel begleitet sind. Die Reifung der Trauben schreitet zügig voran und in den Regionen, in denen die Trauben am weitesten entwickelt sind, kann die Lese schon am 26. August beginnen. Damit ist 2017 eine der frühesten Lesen in der Geschichte der Champagne seit 1950: neben 2003, 2007 und 2011.

 

Erntemengen und Qualität 2017

Während der Lese treten häufig starke Regenfälle auf und begünstigen damit Botrytis. Die Winzer der Champagne müssen in diesem Jahr die Trauben stark selektieren. Aufgrund der Frost- und Hagelschäden sowie der Traubenselektion wird die zulässige Erntemenge von 10.300 Kilogramm pro Hektar nicht in allen Regionen erreicht werden. Ein Ertragsdefizit dürfen die Winzer und Häuser der Champagne mit maximal 500 Kilogramm pro Hektar durch den Zugriff auf die Reserve von Weinen früherer Lesen ausgleichen.

Der durchschnittliche Alkoholgehalt der Grundweine liegt häufig über 10 Volumenprozent, die Gesamtsäure ist zufriedenstellend und die Balance der Moste sehr vielversprechend. Die Qualität des Jahrgangs 2017 kann erst nach der Verkostung der Grundweine bewertet werden.