Pressoir en champagne

Orte, an denen der Champagne zum Leben erweckt wird

Von der Rebe zur Presse - entdecken Sie die besonderen Orte der Champagne

Von der Weintraube bis zum Champagne vergehen viele Monate, die von mehreren Phasen geprägt sind. Jede dieser Phasen ist mit einem besonderen Ort verbunden - gehen Sie auf Entdeckungsreise!

Wo alles beginnt

Der Weinberg

Durch das Weinbaugebiet der Champagne ziehen sich die eleganten Wölbungen der Hänge, durchzogen von Flüssen und bedeckt von sorgfältig aneinandergereihten Rebstöcken.

Dennoch ist die Rebe eine wilde Liane. Wenn sie nicht beschnitten und gepflegt wird, entwickelt sie reichlich Blätter und Ranken, aber nur wenige Früchte. Deshalb wird der Winzer sie das ganze Jahr über beschneiden, pflegen und hegen, aber auch vor Wetterunbilden und Krankheiten schützen, in der Hoffnung, viele schöne und gesunde Trauben zu ernten und so dem Terroir der Champagne die Möglichkeit zu geben, sein Bestes zu enthüllen.

Ein besonderes Klima, das den Weinstöcken der Champagne das Leben schwer macht

Das Weinbaugebiet der Champagne profitiert von einem doppelten klimatischen Einfluss, der sowohl kontinental als auch ozeanisch geprägt ist. Ein besonderes Klima, das den Reben viele Vorteile bringt, aber auch von den Winzern eine ständige Anpassung verlangt. Frost, Gewitter, Regen... Es gibt zahlreiche klimatische Unwägbarkeiten, die die Reben beeinträchtigen und die Produktion gefährden. 

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Der Weinberg

Tirage en Champagne
Tirage en Champagne
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Von der Traube zum Saft

Die Presse 

Unmittelbar nach der Weinlese werden die Trauben zum Kelterzentrum gebracht, wo sie in eine Weinpresse gelegt werden. 

Bis Ende der 1980-er Jahre wurden in der Champagne nur traditionelle, vertikale, von Hand betriebene Pressen verwendet. Diese machen auch heute noch 20 % des Bestandes aus, aber die Mechanisierung hat den Einsatz neuer, horizontaler, über Steuerkonsolen bedienter Pressen begünstigt. 

Die über das gesamte Weinbaugebiet verteilten Kelterzentren entwickeln sich weiter und können heute halb unterirdisch gebaut werden, um optisch in der Landschaft weniger zu stören.

Die Kapazität der Pressen reicht je nach Betrieb von 2.000 kg ganzen Trauben bis zu sagenhaften 12.000 kg! 

Auch bei den Weinpressen wird nichts dem Zufall überlassen

Wie bei allen Schritten, die zur Champagne-Herstellung gehören, wird auch das Keltern durch das Pflichtenheft der Bezeichnung Champagne geregelt. Dies ist umso wichtiger, als die Champagne-Winzer eine Besonderheit aufweisen: Sie stellen einen Weißwein aus überwiegend schwarzen Rebsorten her (Pinot Noir und Meunier haben eine schwarze Schale; nur der Chardonnay ist weiß). 
Um dies zu ermöglichen, muss verhindert werden, dass der Saft in Kontakt mit den Schalen mazeriert.  

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Die Presse

Pressoir en Champagne
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Pressoir en Champagne
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Vom Traubensaft zum Wein

Die Gärkeller in der Champagne

Nach dem Pressen wird der Traubensaft zum eigentlichen Wein, und zwar an einem anderen Ort, der für die Champagne typisch ist: dem Gärkeller. Hier findet die alkoholische Gärung statt, bei der die Hefen den Zucker im Saft in Alkohol und Kohlensäure umwandeln. Hier beginnt der Wein auch langsam, bestimmte Aromen zu entwickeln. 

Diese alkoholische Gärung kann in Holzbehältern (in Fässern oder Fudern, also riesigen Holzfässern) stattfinden. Meistens erfolgt sie in Edelstahltanks, die temperaturgesteuert sein können. Diese Gärkeller können je nach Größe der Betriebe unterschiedlich groß sein. Die großen Tanks, die man dort findet, sind jedoch immer noch beeindruckend. Wenn Sie demnächst in die Champagne reisen, sollten Sie sich Zeit nehmen, sie zu besuchen!

„Hier beginnt die Umwandlung der rohen Trauben in großen Champagne-Wein“

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Der Gärkeller

Cuverie Champagne
Cuverie Champagne
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Wenn aus Wein Champagne wird ...

Vom Gärkeller in die Flasche

Der Wein setzt seine epische Reise durch einen neuen Ort fort. Er verlässt die Tanks, um in Flaschen zu gelangen, wo er sprudeln wird: Dies ist der Moment der „ Schaumbildung“. 

Die Flaschenabfüllung oder „Tirage“ erfolgt mithilfe von Zapfanlagen in mehr oder weniger langen und mehr oder weniger automatisierten Zapfstraßen.

Die Flaschenabfüllung ist stark reglementiert: Sie darf gesetzlich nicht vor dem 1. Januar nach der Weinlese stattfinden.

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Die Flaschenabfüllung

Tirage en Champagne
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Kultur der Champagne

Die Champagne-Flasche, weit mehr als nur ein Behälter

Die Champagne-Flasche entspricht einem sehr strengen Pflichtenheft und ist ein integraler Bestandteil des Herstellungsprozesses von Champagne. Sie darf nur aus Glas bestehen und muss einem sehr hohen Druck standhalten können, da die Schaumbildung in ihrem Inneren stattfindet.

Die Champagne-Flasche 

Das Ende der ersten Reise

Die Champagne-Keller

Niemand kann sagen, wie viele Kilometer an Kellern unter der Oberfläche der Ländereien der Champagne wimmeln. Dennoch ist es nicht so, dass man nicht versucht hätte, dies zu messen! Als die Bewerbung bei der UNESCO eingereicht wurde, um die „Côteaux, Maisons et Caves de Champagne“ als Weltkulturerbe anerkennen zu lassen, wurde diese Arbeit begonnen... Angesichts der Komplexität und des Umfangs der Aufgabe musste sie jedoch aufgegeben werden. Die Weinkeller der Champagne bewahren also ihr Geheimnis. 

In ihrem Inneren schlummern die Champagne-Flaschen und entwickeln dort nach und nach ihre Feinheiten und Aromen. Sie liegen in Reihen und übereinander „sur lattes“, manchmal soweit das Auge reicht. 

Die Flaschen werden vor Licht geschützt und verbleiben dort für einen langen Zeitraum, dessen Dauer von der Art des Champagne abhängt, den man herstellen möchte. Hier durchlaufen sie eine zweite Gärung oder „Schaumbildung“, bevor sie in den eigentlichen Reifungszyklus eintreten. 

Einige Keller sind ein Symbol für die Champagne, wie z. B. die „Crayères“ (Kreidekeller), die in den Kreidefelsen selbst gegrabenen Keller, die seit 2015 übrigens zum UNESCO-Welterbe gehören. 

Diese kilometerlangen unterirdischen Gänge sind wahre Kathedralen aus Kreidegestein und zugleich atemberaubend und faszinierend. Für ein immersives, fesselndes und geheimnisvolles Erlebnis müssen Sie unbedingt erkundet werden... Beinahe mystisch!

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Die Keller

Cave de Champagne
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Kultur der Champagne

Ist es hier nicht etwas kühl?

Um optimal zu reifen, benötigen Weine eine konstante, niedrige Temperatur. Mit einer Temperatur von immer etwa 12 °C bieten ihnen die Keller der Champagne einen idealen Kokon.
Laut Vorschrift müssen die Flaschen ab dem Datum der Flaschenabfüllung 15 Monate und für „Millésimés“ (Jahrgangs-Champagne zur Hervorhebung eines besonders guten Jahrgangs) drei Jahre im Keller bleiben. In den meisten Fällen bleiben sie hier jedoch noch einige Jahre länger und nehmen sich so die Zeit, die sie brauchen, um ihren Charakter zu entwickeln.

Nicht alle haben das Zeug zum Champagne!

Erst durch diese vielen Orte wird der Champagne zum Champagne. Die Einhaltung all dieser Schritte, die sich in diesen mythischen Orten verkörpern, führt dazu, dass er außerhalb seiner Heimat nicht nachgeahmt werden kann.

Dieses Herstellungsverfahren und die Orte, an denen sie erfolgen, sind Teil der geschützten Elemente im Rahmen der Bezeichnung Champagne.

Die Bezeichnung entdecken