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Champagne kommt nur aus der Champagne
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Nachhaltige Entwicklung

Verantwortungsvoller Umgang mit Wasser, Abwasser, Nebenprodukten und Abfallstoffen

Der verantwortungsvolle Umgang mit Abwasser aus der Weinerzeugung beschäftigt den Berufszweig schon sehr lange: die ersten Initiativen wurden schon Mitte der 1980er Jahre begonnen.

Wassermanagement

Der jährliche Wasserverbrauch der Champagne-Wirtschaft entspricht dem Haushaltsverbrauch einer Stadt mit rund 20.000 Einwohnern. Die Wasserentnahme für den Weinbau ist acht Mal niedriger als die durchschnittliche Entnahme für die französischen Landwirtschaft (hauptsächlich für die Bewässerung). In der Ursprungsregion Champagne ist die Bewässerung von Reben verboten.

Der Wasserverbrauch bei der der Weinbereitung liegt bei rund zwei Litern pro verschickter Flasche (4,1 Liter pro Flasche für alle Aktivitäten in Weinbau und -bereitung). Dieser Wert liegt etwas höher als die Zahlen, die im Bereich Wein erreicht werden und ungefähr gleich hoch wie in der Herstellung von nicht-alkoholischen Getränken, jedoch deutlich niedriger als die beim Bierbrauen.

Die Weinerzeuger der Champagne haben zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um den Wasserverbrauch zu senken: bessere Ausgestaltung der Räumlichkeiten (Beschichtung), Optimierung der Reinigungsverfahren, Wiederaufbereitung und/ oder Auffangen von Wasser und vor allem sparsame Wasserverwendung.

Auch künftig wird man weiter an einer Reduzierung des Wasserverbrauchs arbeiten, wobei zugleich ein sehr hoher Hygienestandard in den Presszentren und Gäranlagen sowie den anderen Verarbeitungsorten gewährleistet wird.

Abwassermanagement

Für einen einwandfreien hygienischen Zustand der Weinkeller sind zahlreiche Reinigungsgänge erforderlich. Dabei entsteht Abwasser mit zahlreichen organischen Bestandteilen. Der jährliche Verbrauch entspricht dem einer Stadt mit 200.000 Einwohnern.

Die Investitionen in das Wassermanagement begannen Mitte der 1990er Jahre und haben sich seit 2000 intensiviert. In den letzten 10 Jahren lagen die dafür aufgewendeten Investitionen deutlich über 40 Mio Euro. Heute werden Abwasser und flüssige Nebenprodukte zu 100% aufbereitet oder verwertet.

Nebenprodukte und Abfälle

Wie bei jeder Tätigkeit entstehen bei der Verarbeitung von Trauben und Bereitung von Champagne auch Abfälle und Nebenprodukte. Diese werden heute fast vollständig verwertet.

Die Champagne-Wirtschaft generiert Nebenprodukte: Im Durchschnitt jährlich 120.000 Tonnen an Holzabfällen aus Ernte und Rebschnitt sowie 120.000 Tonnen Trester aus den 2.000 Presszentren.

  • 80% der Holzabfälle werden direkt in den Parzellen zerkleinert und tragen nach dem langsamen Prozess des biologischen Abbaus zur Verbesserung des Humus bei
  • 20% werden verbrannt und ihre energetische Verwertung wird gerade im Rahmen des Klimaplans beobachtet (siehe unten).
  • Der Trester wird an autorisierte Brennereien geliefert. Dort wird er verschiedenen Trenn-und Extraktionsverfahren unterzogen, bis am Ende zahlreiche einzelne Stoffe zur Verfügung stehen, die in den verschiedensten Bereichen verwertet werden können:
    • Ethanol für industrielle Zwecke oder als Motorkraftstoff,
    • Traubenkernöl, Polyphenole, Antioxidantien, natürliche Farbstoffe und Weinsäure für die Lebensmittelindustrie, Kosmetik und medizinische Zwecke,
    • Zusatzstoffe für die Herstellung biologischer Düngemittel,
    • Kohlenstoffträger für Viehfutter.

Darüber hinaus entstehen bei der Champagne-Bereitung jährlich rund 10.000 Tonnen industrieller Abfall (Metall, Holz, Glas, Verpackungsmaterial aus Plastik, Papier oder Pappe, usw.). Alle Optionen der regionalen Weiterverwertung wurden recherchiert und für die Erzeuger in einem praktischen Führer zur Abfallverwertung zusammengefasst.

Mehr als 90 % dieser industriellen Abfälle werden einer Abfalltrennung und Wiederaufbereitung unterzogen. Es ist mittelfristig geplant, eine Quote von 100 % zu erreichen.

Durch den Verbrauch von Champagne entstehen auchbeim Endkunden Abfallprodukte: über 300.000 Tonnen jährlich, und zwar Glas (zu 90%), Pappe, Papier, Aluminium, Stahl, Kork und Plastik.

Die Champagne-Wirtschaft hat zweierlei Maßnahmen zum Abfallmanagement eingeführt:

  • Reduktion am Beginn des Produktkreislaufs durch eine ökologische Konzeption der Verpackung. Zu dieser Strategie gehört die Verringerung des Flaschengewichts (siehe auch Klimaplan),
  • Abgaben von Champagne-Erzeugern an Entsorgungsfirmen, die Kommunen bei der Entsorgung und Verwertung von Verpackungsmüll unterstützen

So gewährleistet die Champagne-Wirtschaft, dass alle Abfälle und Nebenprodukte aus Herstellung und Distribution detailliert betrachtet und durch konkrete Maßnahmen weiterverwertet werden.