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Champagne kommt nur aus der Champagne
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Terroir und Ursprungsbezeichnung

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Der Schutz der Ursprungsbezeichnung

Mit der Einführung der Appellation begann der Schutz der Ursprungsbezeichnung. Seither breitet die Anerkennung der AOC sich weltweit immer mehr aus.

Chronologie 

1843
Mitte des 19. Jahrhunderts schließen sich die Champagne-Berufsgruppen zusammen, um ihr gemeinsames Erbe, die Champagne,  gegen betrügerische Schaumwein-Erzeuger zu schützen, die ihre Weine unter dem Namen Champagne verkaufen. 

1908
Mit Beginn des 20. Jahrhunderts finden die ersten nationalen und internationalen Schutzmaßnahmen Anwendung. Die ersten Ursprungsbezeichnungen – darunter Champagne - werden anerkannt. 

1941
Der Comité interprofessionnel du vin de Champagne (Comité Champagne) wird gegründet und soll neben dem Nationalen Institut für Herkunftsbezeichnungen (INAO) die Appellation Champagne schützen. 
Anfänglich dreht sich der Schutz um den Kampf gegen die missbräuchliche Verwendung der Bezeichnung für andere Schaumweine. Es handelt sich um Fälschungen (Schaumweine, die sich fälschlicherweise als Champagne ausgeben) oder um in der EU nicht verkehrsfähige Produkte (Schaumweine mit der generischen Bezeichnung Champagne, in Verbindung mit ihrer tatsächlichen Herkunft, z.B. „American Champagne“) 

1984
Mitte der 1980er Jahre versucht der Comité Champagne, den Schutz auf rufausbeutende und –schwächende Verwendungen der Bezeichnung auszuweiten. Dieser ergänzende Schutz wurde schließlich auch im französischen Gesetz verankert. 

2013
Mitgliedsländer der Europäischen Union und zahlreiche andere Nationen (darunter Südkorea und Kolumbien) gestehen der Appellation Champagne einen Schutz zu, der alle Arten von Produkten und Dienstleistungen umfasst. 

2015
Kanada, Ecuador, Vietnam und Haiti kommen zu den 115 Ländern hinzu, in denen die Ursprungsbezeichnung bereits geschützt ist.

Der Schutz der Appellation über Weine und Getränke hinaus

Champagne genießt einen so herausragenden Ruf, dass dieser für Produkte verwendet wird, die nichts mit Weinen oder Getränken zu tun haben (Beispiel „Champagne“-Zigaretten von SEITA). Der Comité Champagne benötigte drei lange Jahre, um die Zurücknahme dieser Marke durchzusetzen. Dieser Kampf ermöglichte es aber dem INAO, das überaus wichtige Gesetz vom 2. Juli 1990 einzubringen, das auch den Ruf einer Ursprungsbezeichnung schützt. 

Auszug aus dem Gesetz vom 2. Juli 1990:

„Der geografische Begriff, aus dem die Ursprungsbezeichnung besteht, oder jede andere Nennung, welche die Ursprungsbezeichnung evoziert, darf für kein ähnliches Produkt, kein anderes Produkt und keine Dienstleistung verwendet werden, wenn diese Verwendung den Ruf der Appellation ausnutzt oder schwächt.“

Dank dieses Gesetzes gewannen Comité Champagne und INAO den Prozess gegen Yves Saint Laurent, der in mehreren Ländern ein Parfum namens „Champagne“ auf den Markt gebracht hatte. Am Ende des Prozesses bestätigte das Berufungsgericht in Paris 1993 die ausschließliche Nutzung der Appellation Champagne durch die Champagne-Berufsfamilien. 

Internationale Vereinbarungen

Comité Champagne und INAO streben internationale Vereinbarungen zum gegenseitigen Schutz an. Viele Länder haben mit Hilfe der EU solche Vereinbarungen geschlossen. Heute geht es auch um gegenseitigen Schutz aller Mitgliedsstaaten in der Welthandelsorganisation. 

Die wichtigsten multilateralen Vereinbarungen sind:

  • 1891: Vertrag von Madrid (Brasilien, Spanien, Frankreich, Portugal, Tschechische Republik, Schweiz, Tunesien)
  • 1958: Vertrag von Lissabon (16 Länder)
  • 1994: Vertrag von Marrakesch (heute 162 Mitgliedsstaaten der Welthandelsoganisation WTO)

BERUFSFAMILIEN

Comité Champagne