X

HERZLICH WILLKOMMEN AUF DER OFFIZIELLEN CHAMPAGNE-WEBSEITE

Mit dem Besuch dieser Seite bestätige ich, dass ich das in meinem Land vorgeschriebene gesetzliche Mindestalter zum Genuss von Alkohol habe

MENU CLOSE

showsearch
Champagne kommt nur aus der Champagne
  • facebook
  • twitter
  • pinterest
  • youtube
  • google+
  • wechat
  • rss

Terroir und Ursprungsbezeichnung

<

Die Appellation Champagne

>

Die Wandlung der Appellation Champagne

Am Beginn des 20. Jahrhunderts zerstören Reblausplage und der Erste Weltkrieg den Großteil der Weinberge. Die Champagne-Winzer pflanzen Reben, in dem neuen Bewusstsein, ein kollektives Erbe schützen zu müssen. Die Abgrenzung des Terroirs wird gesetzlich festgelegt. 1936 besiegelt die Anerkennung der geschützten Ursprungsbezeichnung (AOC: Appellation d’Origine Contrôlée) endlich einen Jahrhunderte langen Prozess.

Zusammenhalt und Neubeginn

Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts bedeckten die Weinberge eine riesige Fläche von über 60.000 Hektar. Die Reblaus vernichtet alles. Um diese Plage zu meistern, gründen die Winzer und Häuser, die auch Weinberge besitzen, die Vereinigung Association Viticole Champenoise (AVC) im Jahr 1898.

Neuanfang im Weinberg

Die Ziele dieser Vereinigung sind:

  • Kampf gegen die Reblaus
  • Unterstützung beim Wiederaufbau der Weinberge
  • Durchführung von Untersuchungen
  • Schulung der Winzer in allen neuen Methoden

Der AVC wird schnell klar, dass die einzige Lösung in der Rodung von kranken Rebstöcken und Neupflanzung von Pfropfreben liegt. Die Winzer öffnen so dem Fortschritt die Tür. Die Gruppenpflanzung wird durch Pflanzreihen ersetzt, wodurch sich die Dichte verändert (von 40.000 auf ca. 8.000 Rebstöcke pro Hektar). Auch Rebschnitt, Spaliertechnik und Frühjahrsbeschnitt verändern sich.

Die Champagne-Winzer bepflanzen nur die besten Terroirs. Im Jahr 1919 umfassen die Weinberge nur noch 12.000 Hektar.

Abgrenzung des Gebietes

Dank der ersten Gerichtsbeschlüsse auf Betreiben der Champagne-Häuser galt die Bezeichnung Champagne nur noch für Weine, die in der Champagne geerntet und verarbeitet wurden. Doch nun ging es darum, was eigentlich unter der Champagne zu verstehen ist, und was ihre genauen Grenzen sind. Damals importierten einige unehrenhafte Erzeuger nämlich auch Wein aus anderen Regionen. Um diesen betrügerischen Methoden ein Ende zu setzen, forderten die Winzer (seit 1904 als Syndikat zusammengeschlossen) eine offizielle Definition der Grenzen für den Champagne-Weinbau.

Im Gesetz vom 22. Juli 1927 wurden die geografischen Grenzen der Champagne im Sinne des Weinbaus festgelegt. Das Hauptkriterium für das Erlangen der Ursprungsbezeichnung war die vorherige Nutzung der Flächen. 

Wenn bei Inkrafttreten des Gesetzes oder vor der Reblausplage Rebstöcke gepflanzt waren, konnte die jeweilige Gemeinde die in Frage kommenden Parzellen auf die Liste für die Appellation Champagne setzen lassen.

Eine Kommission, der mehrere Départements angehörten, entschied dann über diese Listen. Diese Methode hatte den Vorteil, dass die Gebietsabgrenzung auf einem Konsens basierte, auch wenn sich in den Folgejahren gewisse Schwachpunkte heraus kristallisierten. 

Qualitätsvorgaben

Die erste Regel wurde im Gesetz von 1927 festgelegt. Sie genehmigt nur die traditionellen Traubensorten der Champagne, nämlich Pinot Noir, Meunier und Chardonnay, Pinot Blanc, Pinot Gris, Arbanne und Meslier.

Aber der Kampf um die Qualitätssicherung intensivierte sich zwischen 1931 und 1935 nach der Krise von Überproduktion und Absatzrückgang, die den Verfall der Traubenpreise verursachte. Auf Verlangen der Champagne-Winzer entstand ein Dekret, das weitere Qualitätsvorgaben festlegte:

  • Ertragsgrenzen
  • Mindestalkoholgehalt
  • Quoten für die Pressung
  • Reifung

Per Dekret wurde die Kommission von Châlons gebildet, um die Anwendung dieser Vorgaben zu kontrollieren. Andere Weinbaugebiete, die derselben Krise ausgesetzt waren, baten ihrerseits die Regierung um Unterstützung bei der Einführung und Förderung bestimmter Herkunftsbezeichnungen, bei der Kontrolle der Produktion und der Ahndung von Betrugsfällen. 

Kontrollierte Ursprungsbezeichnung: Appellation d'Origine Controlée (AOC)

 Am 30. Juli 1935 wurde der Begriff „Appellation d'Origine Controlée“ eingeführt und das Institut National de l'Origine et de la Qualité umbenannt in Institut National des Appellations d’Origine (INAO: Nationales Institut für Herkunftsbezeichnungen).

Am 29. Juni 1936 wird Champagne zur geschützten Ursprungsbezeichnung (AOC)

Das Regelwerk, das sich die Winzer mit den Gesetzen und Dekreten von 1919, 1927 und 1935 auferlegten, wurde gerichtlich bestätigt. Seit der Reform des INAO im Jahr 2007 wird die Ursprungsbezeichnung Champagne durch das Pflichtenheft vom 22. November 2010 geregelt. 

BERUFSFAMILIEN

Comité Champagne

  • porttorrent.com